Modul 5 - Wirbelsäule und Kiefergelenk: pathophysiologische Grundlagen der Bewegungstherapie und operative Therapie unterer Extremität und Wirbelsäule - Zertifizierter Rheumatherapeut GmAR

Kursziel:

Modul 5 vermittelt die pathophysiologischen Grundlagen der Bewegungstherapie bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen der Wirbelsäule, der Halswirbelsäule und des Kiefergelenks. Die Teilnehmenden vertiefen ihr Verständnis der Anatomie sowie der Bio- und Pathomechanik von Wirbelsäule, HWS und Kiefergelenk und lernen, krankheitsbedingte Funktionsstörungen sicher zu analysieren.

Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Verknüpfung von Befund, pathophysiologischen Veränderungen und daraus abzuleitenden Therapiekonsequenzen. Die Teilnehmenden setzen sich mit typischen Fehlerquellen in der Behandlung auseinander und berücksichtigen Besonderheiten bei Kindern sowie Aspekte der Hilfsmittelversorgung.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Einordnung operativer Verfahren an Gelenken, Wirbelsäule und rheumatologisch relevanten Weichteilstrukturen. Ziel ist es, operative Therapieoptionen sowie deren therapeutische Konsequenzen zu verstehen und daraus indikationsgerechte Konzepte der prä-, peri- und postoperativen Nachbehandlung abzuleiten.

Modul 5 baut auf den Grundlagen aus Modul 1 auf und bildet eine zentrale Grundlage für die weiterführenden Module der Reihe.

 

Lernziel:

Nach Abschluss des Moduls sind die Teilnehmenden in der Lage:

  • • die anatomischen Grundlagen sowie die Bio- und Pathomechanik der Wirbelsäule, der HWS und des Kiefergelenks bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen zu verstehen und funktionell einzuordnen,

  • • krankheitsbedingte Funktionsstörungen der Wirbelsäule, der HWS und des Kiefergelenks differenziert zu analysieren,

  • • Befunde im Kontext pathophysiologischer Veränderungen zu interpretieren und daraus therapeutische Konsequenzen abzuleiten,

  • • bewegungstherapeutische Maßnahmen zielgerichtet auszuwählen,

  • • typische Fehler in der Therapie zu erkennen und zu vermeiden,

  • • Besonderheiten bei Kindern sowie grundlegende Aspekte der Hilfsmittelversorgung in die Therapieplanung einzubeziehen,

  • • operative Verfahren an der unteren Extremität, an der Wirbelsäule sowie an rheumatologisch relevanten Weichteilstrukturen hinsichtlich Pathomechanik und therapeutischer Konsequenzen zu verstehen,

  • • prä-, peri- und postoperative Nachbehandlungskonzepte einschließlich Endoprothesengelenkschutz abzuleiten.
     

 

Hintergrund:

Die "Zertifizierten RheumatherapeutInnen der GmAR" verfügen über ein fundiertes, evidenzbasiertes Wissen zu entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern und Jugendlichen. Sie besitzen ein tiefes Verständnis der Bio- und Pathomechanik der Gelenke und der Wirbelsäule, kennen medikamentöse und operative Therapieansätze und verfügen über Fertigkeiten in der indikationsbezogenen Hilfsmittelversorgung. Dieses Wissen befähigt sie, komplexe Krankheitsverläufe funktionell einzuordnen und geeignete therapeutische Maßnahmen zu beurteilen. Durch die Verbindung wissenschaftlicher Grundlagen mit klinischer Erfahrung tragen sie wesentlich zur interdisziplinären Qualität der rheumatologischen Versorgung bei.

 

 

Theoretische Inhalte:

  • • anatomische Grundlagen der Wirbelsäule, der HWS und des Kiefergelenks

  • • Biomechanik und Pathomechanik entzündlich-rheumatischer Gelenkerkrankungen der Wirbelsäule und des Kiefergelenks

  • • pathophysiologische Grundlagen der Bewegungstherapie

  • • typische rheumatisch bedingte Funktionsstörungen

  • • Befund im Kontext entzündlich-rheumatischer Veränderungen

  • • Ableitung therapeutischer Konsequenzen

  • • typische Fehler in der Therapie

  • • Besonderheiten in der Behandlung von Kindern

  • • Grundlagen der Hilfsmittelversorgung

  • • Grundlagen operativer Verfahren an Gelenken, Wirbelsäule und Weichteilstrukturen

Praktische Inhalte:

  • • funktionelle Befunderhebung an Wirbelsäule, HWS und Kiefergelenk

  • • Analyse von Bewegungsstörungen und Funktionsdefiziten

  • • Verknüpfung von Befund und Therapieentscheidung

  • • praktische Beispiele zur Umsetzung bewegungstherapeutischer Maßnahmen

  • • Fallbesprechungen zur Fehleranalyse und Therapieoptimierung

  • • Ableitung therapeutischer Konsequenzen im Kontext operativer Verfahren und Nachbehandlungskonzepte

 

 

Lehrmaterial:

Sie erhalten im ersten Modul das ausbildungsbegleitende Lehrbuch "„Rheuma –- Untersuchen und Behandeln entzündlich-rheumatischer Erkrankungen"“ (Gruber & Donhauser-Gruber, Thieme).

 

Gebühren    
Kursgebühr:    350,- €

 

Hinweise:

Die Weiterbildung „Zertifizierter Rheumatherapeut der GmAR“ umfasst zehn zweitägige Module (je 20 UE), die einzeln buchbar sind. Auch ohne das Ziel einer Zertifizierung können Sie gezielt einzelne Module wählen. Modul 1 bildet die Grundlage der gesamten Reihe und ist Voraussetzung für alle weiteren Module, sofern nicht anders angegeben. In Modul 1 erhalten Sie zudem das ausbildungsbegleitende Lehrbuch.

 

Ergänzende Voraussetzungen:

• Modul 3: zusätzlich Modul 2

• Modul 6: zusätzlich Modul 4

• Modul 8: zusätzlich Modul 6; Praxistag im RTZ Nürnberg

• Modul 10: nur nach Abschluss der Module 1-9; beinhaltet die Abschlussprüfungen