Modul 4 - Untere Extremität: pathophysiologische Grundlagen der Bewegungstherapie - Zertifizierter Rheumatherapeut GmAR
Kursziel:
Modul 4 vermittelt die pathophysiologischen Grundlagen der Bewegungstherapie bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen der unteren Extremität. Die Teilnehmenden vertiefen ihr Verständnis der Anatomie sowie der Bio- und Pathomechanik von Hüftgelenk, Kniegelenk und Fuß und lernen, krankheitsbedingte Funktionsstörungen sicher zu analysieren.
Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Verknüpfung von Befund, pathophysiologischen Veränderungen und daraus abzuleitenden Therapiekonsequenzen. Die Teilnehmenden setzen sich mit typischen Fehlerquellen in der Behandlung auseinander und berücksichtigen Besonderheiten bei Kindern sowie Aspekte der Hilfsmittelversorgung.
Modul 4 baut auf den Grundlagen aus Modul 1 auf und bildet die fachliche Basis für die weiterführenden Module zur Befunderhebung und Behandlung der unteren Extremität.
Lernziel:
Nach Abschluss des Moduls sind die Teilnehmenden in der Lage:
die anatomischen Grundlagen sowie die Bio- und Pathomechanik der unteren Extremität bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen zu verstehen und funktionell einzuordnen,
krankheitsbedingte Funktionsstörungen von Hüftgelenk, Kniegelenk und Fuß differenziert zu analysieren,
Befunde im Kontext pathophysiologischer Veränderungen zu interpretieren und daraus therapeutische Konsequenzen abzuleiten,
bewegungstherapeutische Maßnahmen zielgerichtet auszuwählen,
typische Fehler in der Therapie zu erkennen und zu vermeiden,
Besonderheiten bei Kindern sowie grundlegende Aspekte der Hilfsmittelversorgung in die Therapieplanung einzubeziehen.
Hintergrund:
Die "Zertifizierten RheumatherapeutInnen der GmAR" verfügen über ein fundiertes, evidenzbasiertes Wissen zu entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern und Jugendlichen. Sie besitzen ein tiefes Verständnis der Bio- und Pathomechanik der Gelenke und der Wirbelsäule, kennen medikamentöse und operative Therapieansätze und verfügen über Fertigkeiten in der indikationsbezogenen Hilfsmittelversorgung. Dieses Wissen befähigt sie, komplexe Krankheitsverläufe funktionell einzuordnen und geeignete therapeutische Maßnahmen zu beurteilen. Durch die Verbindung wissenschaftlicher Grundlagen mit klinischer Erfahrung tragen sie wesentlich zur interdisziplinären Qualität der rheumatologischen Versorgung bei.
Theoretische Inhalte:
anatomische Grundlagen der unteren Extremität
Biomechanik und Pathomechanik entzündlich-rheumatischer Gelenkerkrankungen der unteren Extremität
pathophysiologische Grundlagen der Bewegungstherapie
typische rheumatisch bedingte Funktionsstörungen
Befund im Kontext entzündlich-rheumatischer Veränderungen
Ableitung therapeutischer Konsequenzen
mögliche Fehler in der Therapie
Besonderheiten in der Behandlung von Kindern
Grundlagen der Hilfsmittelversorgung
Praktische Inhalte:
funktionelle Befunderhebung an Hüftgelenk, Kniegelenk und Fuß
Analyse von Bewegungsstörungen und Funktionsdefiziten
Verknüpfung von Befund und Therapieentscheidung
praktische Beispiele zur Umsetzung bewegungstherapeutischer Maßnahmen
Fallbesprechungen zur Fehleranalyse und Therapieoptimierung
Lehrmaterial:
Sie erhalten im ersten Modul das ausbildungsbegleitende Lehrbuch "Rheuma - Untersuchen und Behandeln entzündlich-rheumatischer Erkrankungen" (Gruber & Donhauser-Gruber, Thieme).
Gebühren
Kursgebühr: 350,- €
Hinweise:
Die Weiterbildung Zertifizierter Rheumatherapeut der GmAR umfasst zehn zweitägige Module (je 20 UE), die einzeln buchbar sind. Auch ohne das Ziel einer Zertifizierung können Sie gezielt einzelne Module wählen. Modul 1 bildet die Grundlage der gesamten Reihe und ist Voraussetzung für alle weiteren Module, sofern nicht anders angegeben. In Modul 1 erhalten Sie zudem das ausbildungsbegleitende Lehrbuch.
Ergänzende Voraussetzungen:
Modul 3: zusätzlich Modul 2
Modul 6: zusätzlich Modul 4
Modul 8: zusätzlich Modul 6; Praxistag im RTZ Nürnberg
Modul 10: nur nach Abschluss der Module 1-9; beinhaltet die Abschlussprüfungen



